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Plakat

Historischer Hintergrund Teil 1/5

 

von Andreas Weitzel

 

Systema ist der heutige, moderne Name der Altrussischen Kampfkunst, deren Wurzeln bis in die Antike reichen. Diese Kampfkunst entwickelte sich hauptsächlich unter professionellen russischen Kriegern - Kosaken, die verschiedene Aufgaben bewältigen mussten.

 

Ihre Vorfahren, von den Griechen „Skythen“ genannt, waren bereits in der Antike gefürchtete Gegner und überraschten ihre Feinde stets durch blitzschnelle, unerwartete Reitereiangriffe. Ihre Hauptwaffen waren Pfeil und Bogen, Speer und Axt, mit denen sie meisterlich umgehen konnten. Die Kampftaktiken, die Kosaken später anwendeten, nannten sich „Skythenkrieg“ und beinhalteten kurze und schnelle Kavallerieangriffe, Angriffe aus dem Hinterhalt, Täuschen, taktische Rückzüge, Partisanentaktiken.

 

Im frühen Mittelalter übernahmen die Kosaken Aufgaben zum Schutz des Landes. Sie dienten ihren Fürsten, die sie mit allem nötigen versorgten. Die Fürstengarde bestand aus der so genannten „kleinen“ und „großen“ Garde. In der kleinen Garde, die gleichzeitig die Leibgarde des Fürsten war, dienten die besten und erfahrensten Krieger, alte Kriegskameraden des Fürsten, die teilweise sogar mit ihm zusammen aufgewachsen waren oder ihn in seiner Jugend ausgebildet hatten. Die anderen ausgebildeten Krieger dienten in der großen Garde, die meistens ein paar Hundert Mann stark war. Ein Fürst, der sich eine Garde mit 800 Kriegern leisten konnte, zählte zu sehr reichen Herrschern. Dabei blieben die Krieger frei und konnten ihren Fürsten verlassen. Sie wurden für ihren Dienst bezahlt. Außerdem übernahm der Fürst den gesamten Unterhalt der Krieger, da es ihnen verboten war, Handwerk oder Landwirtschaft zu betreiben.

 

 

 

 

 

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