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Plakat

Historischer Hintergrund Teil 2/5

 

Die Ausbildung eines Kosaken begann in seiner Kindheit. Seine ersten Ausbilder waren seine Familienangehörige – Vater, Großvater, ältere Brüder. Sie lehrten ihm die Kunst des Kampfes mit und ohne Waffen und die Heilkunst, die jeder guter Krieger beherrschen musste. Die drei wichtigsten Grundsäulen der Altrussischen Kampfkunst waren damals das Ringen, der Faustkampf und der Schwertkampf. Im Ringen lernten Kosaken Griffe und Würfe, im so genannten Faustkampf – Schläge und Tritte. Und im Schwertkampftraining (am Anfang mit Holzschwert) wurde die Basis für den späteren Umgang mit allen anderen Waffen geschaffen. Außerdem lernten sie das Reiten und Bogenschießen.

 

Wenn Jungen einer Siedlung etwas älter wurden, begannen sie mit der Gruppenausbildung unter der Obhut der besten Ausbilder. Sie lernten die Kampftaktik, die Zusammenarbeit in kleineren und größeren Gruppen, den Kampf zu Fuß und zu Pferd, den Umgang mit Lanze, Speer, Axt, Pfeil und Bogen. Eine der interessantesten Waffen der Kosaken war die Kampfpeitsche, die sie als Zweitwaffe im Nahkampf einsetzten.

 

Die Ausbildung der zukünftigen Gardekrieger lief ähnlich. Jungen wurden am Anfang in Familien trainiert. Als sie zu Knaben wurden, wurde ihre Ausbildung in einem Kloster fortgesetzt. Warum im Kloster? Christlich-orthodoxe Klöster waren in mittelalterlichem Russland Zentren des gesellschaftlichen Lebens. Sie förderten die Erhaltung und die Entwicklung der Religion, der Kultur, des Handwerks und der Kunst. In Klöstern wurden Bücher geschrieben, Waffen und Rüstungen geschmiedet, Medizin praktiziert. Knaben erhielten dort Unterricht im Beten, Choralgesang, Lesen und Schreiben. Das wichtigste Fach war natürlich das Gesetz Gottes. Aber ausgerechnet im Kloster bekamen die Knaben die bestmögliche Kampfausbildung. Der Grund dafür war einfach: Die Krieger, die zu alt oder zu krank für den aktiven Dienst wurden, gingen meistens in die Klöster und wurden Mönche. Aber als Patrioten ihres Landes konnten sie ihre unschätzbare Erfahrung der Jugend nicht vorenthalten und übernahmen die Kampfausbildung der Knaben. Viele russische Klöster werden heute immer noch Knabenklöster genannt.

 

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